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Der Mord in Istanbul ist ein Fall zu Gunsten Irans geworden

Von Morteza Raissi

BONN (IDN) – Die Lage für Saudi-Arabien zur Lösung des Konfliktes in Jemen und herabsetzen des Problems im Nahen-Osten ist eng geworden. Es ist für die Saudis peinlich ohne sichtbaren Erfolg aufzugeben und so Platz für den gefährlichen Rivalen Iran zu machen. Man versucht die erreichten Koalitionen beizubehalten.

Am 2. Oktober dieses Jahres wurde bekannt, dass Jamal Khashoggi mit einer unglaublich schrecklichen Tat umgebracht wurde, eine Nachricht, die schnell die ganze Weltöffentlichkeit erfasste und in Schrecken versetzte. Besonders die Art und Weise des Mordes an dem Journalisten und eventuellen Drahtzieher der barbarischen Tat ist an sich ein neues Kapitel im Vorgehen der grausamen Machthaber gegen einfach nur kritischen Journalisten. In diesem Falle ein bekannter Journalist, man fragt sich aber sicher, wie steht denn mit Menschen, die keine Öffentlichkeit haben und einfach ihre Rechte verlangen!

Ein Land, das wegen der Rivalität mit Saudi-Arabien um die Machtstellung im Nahen-Osten bemüht ist, nämlich Iran, sollte eigentlich von Anfang an den Mordfall für sich benützen und eine große Propaganda in die Wege leiten. Er hatte das aber nicht gemacht und sogar verhindert, dass dieser abscheuliche Mord missbraucht wird, eine Geste die auch allerseits Achtung gefunden hat.

Auch wenn eine normale Berichterstattung durch die Medien in Iran über den grausamen Fall Khashoggi stattgefunden hat, wurde von offizieller Seite wochenlang geschwiegen. Die Regierungsmitglieder gaben keine Stellungnahme zu dem Fall ab. Das Verhalten von der Führung der islamischen Republik Iran wurde in vielen Kommentaren und Diskussionen nicht nur gewürdigt, sondern als ein starkes Zeichen zum Krisenmanagement in wichtigen Konfliktpunkten betrachtet.

Es ging so weiter bis die Tagung der „Internationalen Islamischen Einheit“in Teheran stattgefunden hatte. Diese Konferenz besteht aus Regierungen aller Islamischen Staaten und findet jedes Mal am Geburtstag von Prophet Mohammad statt.

Bei dieser Angelegenheit hat Präsident Rouhani sich zum Thema geäußert ohne den Namen von Khashoggi oder sogar das Geschehen direkt zu erwähnen.

Zur Eröffnung der Konferenz mit Blick auf die Regierenden in Saudi-Arabien sagte Rouhani am 24. November „der Glaube an Unterstützung durch Fremde ist eine der größten Fehler in der Geschichte. Sie haben 450 Milliarden Dollar geschenkt um ihre Sicherheit zu garantieren, für 110 Milliarden Waffen gekauft um ihre Sicherheit zu gewähren Aber was sagte der Herr (Trump) dazu der euch bis zum äußersten ausgenützt hat und nun mit einer Kuh vergleicht die gemolken wird.“

Das Angebot von Rouhani: „Wir verteidigen Sie ohne Sie zu verachten“.

Die offizielle iranische Nachrichten Agentur IRNA, die diese Meldung im vollen Umfang verbreitet har schreibt dazu das eventuell die Bemerkungen von Rouhani die Äußerungen von Donald Trump betreffen, der vor kurzem sagte: „Saudi-Arabien kann ohne Unterstützung von Amerika nicht einmal zwei Wochen auf seinen Beinen stehen.“

IRNA führt weiter aus, dass Hassan Rouhani in seiner Rede auf der Konferenz der Internationalen Islamischen Einheit von der Führung Saudi-Arabien verlangt „Ihr solltet wenigsten darauf bestehen das Ihr dem Anschein nach mit Respekt behandelt werdet und nicht dauern Beleidigungen hört ohne darauf zu reagieren.“

An dieser Stelle zitiert IRNA „der iranischer Präsident Hassan Rouhani hat Saudi –Arabien vorgeschlagen, das die Islamische Republik Iran die Interessen ihres Volkes gegen den Terrorismus und die Supermächte verteidigt und nicht beleidigt“.

Der Iranische Präsident hat in seiner Ausführung zu den Führern von Saudi-Arabien klar dazu aufgerufen von den Vereinigten Staaten Abstand zu nehmen. Sie brauchen Amerika nicht, die wollen nur ihre Ressourcen und im Grunde genommen sind sie ihr Feind.

Genauer betrachtet hat Rouhani ganz neue Töne angeschlagen und wie aus verschiedenen Betrachtungen hervorgeht, benutzt Iran sehr nüchtern die Situation Saudi-Arabiens nach der Ermordung Khashoggi für sich in Anspruch zu nehmen. Iran will diese Gelegenheit für sich wahrnehmen um seine Rolle als Friedensstifter und Ordnungsmacht in der Region darzustellen.

Die Konferenz der Internationalen Islamischen Einheit war eine gute Angelegenheit für Iran, seine Politik zur Lage im Nahen-Osten und die Beziehungen zu Saudi-Arabien zu erklären. Es geht für den Iran auch darum sein Ansehen das in der islamischen Welt nicht als vertrauenswürdig angesehen wird, zu bewahren.

Gerade in Zeiten der Wiederkehr von schweren Sanktionen unter starker Aufsicht der USA und wirtschaftlicher Notlage im Lande muss die Islamische Republik versuchen, Friedenswillen zu demonstrieren und eine Verschärfung der Auseinandersetzung zu vermeiden.

Im Januar 2013, als Reaktion auf das Hinrichtungsurteil des schiitischen Klerikers Sheikh Nemr in Saudi- Arabien, haben Demonstranten die saudische Botschaft in Teheran und sein Konsulat in Stadt Mashhad angegriffen und verwüstet. Daraufhin brach Riyad vollständig die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen mit Teheran ab.

Seitdem haben sich die Beziehungen zwischen beiden Ländern immer verschlechtert. Nun haben die Dinge einen anderen Lauf genommen. In Bezug auf das furchtbare Geschehen in Jemen haben Amerikaner auch die Geduld verloren und wollen das Elend von Jemen beenden was auch von der UN mit allem Ernst befolgt wird. Die Krise in Syrien muss ebenso ein Ende finden. Die Bereitschaft ist von allen Seiten erkennbar. Warum sollte Iran nicht die günstige Gelegenheit wahrnehmen? [IDN-InDepthNews – 07 Dezember 2018]

Bild: Khamenei empfängt die Religionsgelehrten und Denker, die an der Konferenz der Internationalen Islamischen Einheit in Teheran teilgenommen hatten. Quelle: IRNA.

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